Gran Tourismo

Mein Töchterchen meinte heute, sie müsste ihren ersten St.Patrick’s Day um 06:00 morgens beginnen. Das gab mir die Chance, einen sehr frühen Spaziergang mit ihr zu machen.
Ziel: Bäckerei / Semmeln holen.

Strecke: ca. 3 km.
Kamera: D90 mit Sigma 8-16mm
Fahrzeug: Hartan R1 im Sportwagen-Modus.

Ohne lang zu überlegen stellte ich die Kamera auf Blendenvorwahl und aktivierte den 3D Followfocus. Bei 8mm durch den Sucher schauen tut fast schon weh. Deshalb ist das auch nicht meine bevorzugte Methode bei dieser Brennweite. Am langen Arm, befestigt an meiner niegelnagelneuen Handschlaufe, so mag ich mein Superweitwinkel.

Am besten hält man dabei die Kamera knapp über dem Boden. Nach den ersten Testschüssen passte die Belichtung, aber auf allen Bildern waren entweder meine Beine oder das Fahrgestell vom Kinderwagen. Meine Beine in allen Ehren, aber die Bilder mit dem Kinderwagen hatten einfach das gewisse Etwas. Die Blendenvorwahl brachte es aufgrund der niedrig stehenden Sonne immer auf Belichtungszeiten zwischen 1/100s und 1/200s. Wie bei klassischen Auto-Mitziehern verwischen dabei sich drehende Reifen, aber auch der Untergrund direkt vor der Kamera. Dadurch wird auf ein Bildeindruck erzeugt, der eine wesentlich höhere Geschwindigkeit vorgaukelt.

Und so war das Thema für die heutige Fotoserie relativ einfach gefunden:
Kotflügelaufnahmen von unserem Hartan R1 Gran Tourismo.

Das zweite Highlight war die aufgehende – aber noch immer extrem tief stehende – Sonne. Diese allein erzeugte schon wirklich lange Schatten, das Superweitwinkel besorgte den Rest. Das Arbeiten mit der Fülle von parallelen und flüchtenden Linien war einfach Klasse. Erst zögerlich, dann immer forcierter, nahm ich auch die direkt in die Linse strahlende Sonne mit ins Bild. Das verkürzte selbstverständlich die Belichtungszeiten, was der Geschwindigkeitssimulation entgegenwirkte.

Beiden Arten von Bildern war aber wieder Eines gemeinsam. Beim Fotografieren am langen Arm überlässt man die Komposition der Kombination aus Dauerfeuer und Zufall. Grob anpeilen, Feuer und Kameraposition langsam verändern. So füllt man in 40 Minuten 8 Gb Speicherkarten.

Viel zu tun für Lightroom 4. Ja, richtig gelesen, Lightroom 4. Entgegen des allgemeinen umlaufenden ‘Adobe hat uns eine Beta als Final verkauft’ Rants bin ich mehr als begeistert von der neuen Engine. Klar, wenn man darauf angewiesen ist, bereits bearbeitete Bilder zu migrieren, sollte man wohl noch bis zur 4.x (x>0) warten – Details gibt’s z.B. in der Happy Shooting Folge #262. Wenn man aber neue Projekte bearbeiten will, sehe ich keinen Grund, nicht auf Lightroom 4 zu wechseln.

Und so konnte ich den Inhalt der Speicherkarten in kürzester Zeit auf 54 Aufnahmen zusammendampfen, die ich euch jetzt zeigen möchte:

 

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